Klarstein-Maischekessel im Test: Brauheld & Mundschenk. Plus: Rabattcode-Aktion **Werbung/Kooperation**

Klarstein Mundschenk oder doch das neue Modell Klarstein Brauheld ? Mundschenk-Besitzer und Heimbrauer Stefan hat sich den Brauheld von OTTO NOW geliehen, einen Doppelsud gebraut und beide Geräte verglichen.

von Stefan Endrigkeit. Fotos: Regine Marxen / Stefan Endrigkeit

Brauheld? Mundschenk? Welcher Maischekessel macht den Heimbrauer glücklicher? Meinen Klarstein Mundschenk 30 Liter habe ich im vergangenen Sommer gekauft und seitdem 13 Sude Bier und zweimal Cider mit ihm produziert. Mit dem Handling und der Performance bin ich durchaus zufrieden. Wir haben uns eingespielt. Das Malzrohrkonzept, das es ermöglicht, das Malz zum Läutern quasi aus der Würze zu heben, empfinde ich als gelungen. Außerdem muss ich nicht rühren und habe einen Kessel weniger am Start. Die 30-Liter-Variante ist für mich ideal, zumeist habe ich ca. 16 Liter Ausschlagwürze. Ungefähr ein halbes Jahr, nachdem ich mir den Mundschenk zugelegt hatte, kam der Klarstein Brauheld auf den Markt.
Das Malzrohrkonzept ist grundsätzlich gleich, aber er hat paar Änderungen im Programm:

  • Einfachere Handhabung der Steuerung
  • Vier Größen: 15, 30, 35 und 45 Liter
  • Neben der normalen vertikalen Umwälzung der Maische von unten nach oben gibt es noch eine zweite Zirkulation am Boden des Kessels, um etwaiges Anbrennen zu verhindern.
  • Die Möglichkeit, das Malzrohr beim Läutern auf einer niedrigeren Höhe abzustellen, was unnötige Sauerstoffaufnahme verhindern soll

Klingt super, aber direkt noch ein Braugerät kaufen?
Eher nicht…

Deswegen fand ich die Möglichkeit, bei Otto Now einen Brauheld 35 Liter für 3 Monate zum Testen zu bestellen, sehr attraktiv. So kann ich beide Geräte direkt vergleichen, ohne den Brauheld gleich kaufen zu müssen.
Gesagt, getan. Hier kommt der Test!


INFO: OTTO NOW ist Kooperationspartner von HHopcast. Bei OTTO NOW könnt Ihr Produkte, unter anderem auch Maischekessel, für einen bestimmten Zeitraum mieten und dann wieder zurückgeben. Sollte euch das Produkt überzeugt haben, könnt Ihr es im Anschluss aber auch kaufen. Ihr zahlt dann nur die Differenz zwischen dem bereits gezahlten Miet- und dem vollständigen Kaufbetrag.
Im Rahmen der Kooperation bietet HHopcast Euch exklusiv eine Rabattcode-Aktion für den Brauheld und/oder für das gesamte Sortiment von OTTO NOW an. Mehr über die Aktion erfahrt Ihr am Ende dieses Textes.
Mehr über unsere Zusammenarbeit und OTTO NOW erfahrt Ihr hier.


Die Bestellung bei OTTO NOW

Fangen wir von vorne an: Beim Bestellvorgang auf OTTO NOW. Der lief tatsächlich sehr unkompliziert, der Klarstein Brauheld, wurde vier Tage nach der Online-Bestellung per Spedition (Hermes) geliefert. Der Mitarbeiter kündigte eine Stunde vor Lieferung sein Kommen telefonisch an, das Gerät wurde bis in die Wohnung transportiert, auf Wunsch wird das Verpackungsmaterial wieder mitgenommen. Davon rate ich euch ab: Ihr braucht das Verpackungsmaterial noch für den Rückversand (es sei denn, Ihr entschließt Euch, das Produkt zu behalten und zu kaufen). Der Versand ist übrigens kostenfrei.

Der Test: Brauheld vs. Mundschenk. Das Rezept

Klarstein Mundschenk und Klarstein Brauheld im Test bei HHopcast
Action am Braukessel at HHopcast Kitchen

Von der Theorie zur Praxis: Zum Parallel- oder Doppel-Sud. Ich habe mich entschieden, ein Single Hop IPA zu brauen, das ich nach einem modifizierten MaischMalzundmehr-Rezept schon das eine oder andere Mal erfolgreich produziert habe – mit guten Kritiken aus dem (Bier-)Freundeskreis.

  • Schüttung: 300g Cara Hell, 1000g Wiener, 4200g Pale Ale bzw. Maris Otter. Jeweils 80g Hopfen gestopft. Hefe: Safale US-05 und Gozdawa S-04.
  • 24 Liter Hauptguss, 4 Liter Nachguss.
  • Hopfen: Einmal Citra , einmal Azacca. Rasten und Hopfengaben (natürlich angepasst). Hier findet Ihr das Rezept (IPA Simcoe).
Hopfen

Die Power habe ich auf beiden Geräten jeweils auf 2100 Watt eingestellt, damit nichts anbrennt.

Klarstein Brauheld: Der 1. Eindruck

  • Der Mundschenk wirkt etwas robuster, die beweglichen Teile wertiger.
  • Die Programmierung der Steuerung beim Klarstein Brauheld ist sehr intuitiv – ich habe die Rasten – wie beim Mundschenk – alle manuell angewählt, ohne in das Manual schauen zu müssen.
  • Das Manual ist deutlich ausführlicher, als beim Mundschenk
  • Erst dachte ich, man muss immer vier Rasten programmieren, bevor man den Vorgang starten kann. Hält man aber die Starttaste länger gedrückt, startet das Gerät auch bei nur einer programmierten Rast. Man muss allerdings immer durch alle drei möglichen Einstellungen (Power, Temperatur und Zeit) durchsteppen.
  • Das Display ist, im Gegensatz zum nüchtern gestalteteten Mundschenk-Display, recht bunt, mit viel Licht und akustischen Signalen. Bisschen 90er-Feeling. Wer’s mag…
Brauheld im Test: HHopcast testet Klarstein Maischekessel
Klarstein Brauheld: Viel Farbe und bisschen akustisches Bling Bling

Klarstein Brauheld vs. Klarstein Mundschenk: Das Maischen

Ich habe beide Geräte gleichzeitig gestartet, der Mundschenk erreichte früher die Temperatur zum Einmaischen. Er erreichte insgesamt schneller die Werte der einzelnen Rasten, erst beim Sprung von 74 °C auf 78 °C zum Abmaischen holte der Brauheld auf. Beide Geräte waren etwa zeitgleich fertig.
So weit, so gut. Was mich als Mundschenk-Nutzer verunsicherte, war die Tatsache, dass das obere Sieb beim Brauheld quasi auf der Maische liegt. Es hat keine fixe Höhe und die Flüssigkeit läuft in der Mitte durch eine Art Überlauf nach unten in den Kessel. Ein NO GO beim Mundschenk, es soll kein Malz nach unten auf das Heizsystem des Geräts fließen.
Durch Nachfrage in einem Forum fand ich heraus, dass man das beim Brauheld vermeiden kann, indem man die mitgelieferte Abdeckung des Rohres die ganze Zeit nutzt und nicht nur beim Einmaischen der Schüttung, wie beim Mundschenk. Danke, wieder was gelernt…

Brauhels und Klarstein Mundschenk im Test
Blick in den Brauheld…

Bei den Nachgüssen ist der Brauheld im Vorteil, durch die Struktur seines oberen „Siebes“ kann man die Nachgüsse direkt draufgießen und muss sie nicht über ein Braupaddel oder anderes Equipment laufen lassen.

Brauheld Sud
Die Abdeckung für das Malzrohr ist beim Brauheld Pflicht.

Heimbrauen tut manchmal auch weh. Geräteunabhängig.

Beim Läutern mit dem Mundschenk habe ich eine Work-Around-Lösung entwickelt. Ich beginne erst einmal auf einer geringeren Höhe, indem ich mit zwei Löffeln, die ich zwischen die Griffe des Kessels und die Löcher für den Griff im Malzrohr stecke und das Innenrohr erst mal tiefer arretiere.
Das geht beim Brauheld einfacher, er verfügt über Metaldreiecke, die das Befestigen des Kessels in einer guten Höhe ermöglichen. Gute Sache.
Der Griff für den Malzkorb, der bei beiden Geräten eingehangen wird, sitzt beim Brauheld allerdings noch schlechter als beim Mundschenk. Hier ist Vorsicht geboten, will man nicht, dass der Griff abrutscht und man sich Teile der Würze über die Beine kippt. Riesensauerei. Unschön. Schmerzhaft. Ärgerlich. Ich kann das beurteilen.

Klarstein Mundschenk und Klarstein Brauheld im Vergleich.
Mundschenk und Brauheld. Links mit Löffel, rechts ohne. Schief ging es trotzdem…

Klarstein Brauheld: Auf Temperatur?

Das Läutern war bei beiden Geräten nach ca. 30 Minuten abgeschlossen. Es folgten jeweils erste Hopfengaben und die Einstellung der Steuerungen auf 100°C / 90 Minuten.

Während der Mundschenk die Temperatur problemlos erreichte und auch anzeigte, blieb die Anzeige im Display des Brauhelds bei 97°C stehen.
Damit startete auch der auf 100°C und 90 Minuten Laufzeit eingestellte Timer nicht. Der Blick in den Kessel zeigte: Es wallte kräftig, ein externes Thermometer maß ca. 98°C, der Timer startete wie gesagt erst bei 100°C. Schade.
Ich habe ungefähr die Länge des Kochens und der Hopfengaben mit dem Mundschenk als Referenz abschätzen können. Ich kann damit leben. Wenn man um diese Macke weiss und mit einer externen Uhr arbeitet – oder die Temperatur auf 97°C stellt – läuft es. So wirklich zufriedenstellend ist dieses aber bei einem Neugerät aus meiner Sicht nicht.

HHopcast testet den Brauheld und den Klarstein Mundschenk

Die Abfüllung in die Gäreimer

Nach 90 Minuten habe ich die Würze auf 80° C abkühlen lassen und den Whirlpool mit dem Braupaddel angestellt. Für den Mundschenk habe ich für diesen Vorgang in Extra-Zubehör, in das Whirlpoolrohr, investiert. Was dann? 15 Minuten warten, die Würze mit dem Kühler auf ca. 25°C herunterkühlen, in die Gäreimer füllen.
Beim Mundschenk geschieht das durch einen Silikonschlauch und einen Filterbeutel. Beim Brauheld passte der Silikonschlauch leider nicht auf den Auslaufhahn, er ist größer. Es empfiehlt sich, das im Vorfeld zu checken.
In diesem Fall verlief die Abfüllung nur durch den Filterbeutel – mit Gepladder.
Wir werden sehen, ob das dem Bier schadet.
Der Trubkegel sah im Brauheld sehr gut aus, auch ohne Extra-Zubehör.

Klarstein Mundschenk oder Brauheld: Die Gärung

Beide Biere wurden mit rehydrierten Hefen angestellt, im Mundschenk mit Safale US-05 und im Brauheld mit Gozdawa S-04. Die Gärung kam in beiden Fällen nach ca. 12 Stunden an. Bei beiden Geräten umfasst die Auschlagwürze etwa 16 Liter. Der Mundschenksud hatte 14 °P, der vom Brauheld 18 °P.
Im Moment sind beide noch in der Hauptgärung. Blubb. Blubb. Ich bin gespannt.

Heimbrauen heißt: Putzen. Hier siegt der Brauheld.

Der Brauheld-Maischekessel ließ sich durch seine matte Oberfläche leichter säubern. Einschränkung: Das untere Sieb im Malzrohr ist fest installiert, das macht die Reinigung an diesem Punkt eher schwerer. Angebrannt war bei beiden Kesseln nichts. Das Malzrohr vom Brauheld hat einige scharfe Kanten, an denen ich mir direkt die Finger geschnitten habe. Schmerzhafter Brautag.

FAZIT: Klarstein Mundschenk vs. Brauheld?

Brauheld und Mundschenk im Test bei HHopcast
Alles im Überblick. Fürs erste…

Insgesamt stellte sich die Aufgabe eines Doppelsudes als recht sportlich heraus: Doppelte Arbeit, die sich wider Erwarten dann doch nicht nebenbei mitbrauen ließ. Ich war gute acht Stunden seriös am Braukessel beschäftigt. Plus drei Stunden Reinigung.

Und die Geräte? Beides sind interessante Braugeräte! Der Munschenk ist mir natürlich vertrauter, beim Brauheld muss ich demnächst doch noch einen „Solo- Sud“ machen, um mich mehr reinzuarbeiten und die Fehler vom ersten Sud zu vermeiden. Erst dann kann ich eine definitive Aussage treffen, wer von beiden denn des Heimbrauers Liebling ist. Oder zumindest meiner. Derweil kann ich sagen: Jeder hat seine Vorzüge, der Mundschenk kann aber locker mithalten. Ich bleibe dran…

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*Der Rabatt von bis zu 15€ ist gültig für neu abgeschlossene Mietverträge. Der Rabatt wird dir bei Eingabe des Gutscheincodes von der zweiten Monatsmiete abgezogen. Ist die zweite Monatsmiete geringer als 15€, reduziert sich diese Monatsmiete auf 0,-€. Zum Beispiel: Kitchenaid Artisan für 18,69€ / Monat – im zweiten Monat nur 3,69€. XBox One S für 12,89€ / Monat – im zweiten Monat 0€. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Bei Stornierung oder Widerruf verfällt der Rabatt.

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*Der Rabatt ist gültig für neu abgeschlossene Mietverträge des Klarstein Brauheld (35l). Bei Eingabe des Gutscheincodes reduziert sich die zweite Monatsmiete auf 0€. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Bei Stornierung oder Widerruf verfällt der Rabatt.
Achtung: Geänderter Mietpreis seit August 2019! Statt der ursprünglichen rund 31 Euro /Monat (s. Podcast #26: Tilmans Biere) bei einer dreitmonatigen Miete kostet der Klarstein Brauheld jetzt rund 52 Euro bei gleicher Mietlaufzeit. Diese Preissteigerung konnten wir in der genannten Folge leider nicht mehr berücksichtigen.

Möge der Hopfen mit Euch sein!

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